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Unser digitaler Zwilling vom Gebäude

BIM, Building Information Modeling, bietet viele Potentiale im Hinblick auf Qualität und Kosten und wird im Bauwesen, z. B. Architektur, Haustechnik, Städtebau u.v.m. sowie im Facility Management (FM) eingesetzt. Dabei wird mit Hilfe von spezieller Software ein datenbasiertes digitales Modell des Bauwerks – sozusagen ein digitaler Zwilling – erstellt. Bereits 2017 haben wir den kompletten Standort von unserem größten Kunden, der Bausparkasse Schwäbisch Hall, digitalisiert. Hierdurch konnten Prozesse und Arbeitsschritte in den vergangenen Jahren optimiert und transparent gemacht werden. Aktuell wird dieses BIM-Bestandsmodell für die Generalplanung einer Gebäudesanierung genutzt. Im laufenden Betrieb dient BIM unter anderem als Datenmodell zur Dokumentation von Bauteilqualitäten im Brandschutz sowie als Basis digitaler Personenstromsimulationen zur Fluchtwegebeurteilung.

BIM-Modell der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG BIM-Modell der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG

Alle Beteiligten, wie Architekten, Ingenieure und weitere Dienstleister, haben Zugriff auf ein gemeinsames Architektur- und Daten-Modell, sodass bei Änderungen oder Anpassungen auch nur auf dieses zugegriffen werden muss. Durch die „Single Source of Truth“ gehen keine Informationen verloren und alle Beteiligten besitzen die gleichen Kenntnisse über das Bauvorhaben sowie die zu leistenden Arbeiten. Das digitale Modell geht dabei über die drei Dimensionen weit hinaus. Termine und Kosten bilden die 4. und 5. Dimension eines Bauvorhabens. „Dadurch können alle Auswirkungen von Planungsänderungen direkter bewertet werden“ berichtet Kathrin Wiegand, Referentin Baucontrolling in unserem Unternehmen.

„Die Planung wird genauer, ergebnisorientierter und vorhersehbar in seinen Auswirkungen auf Terminpläne und Lebenszykluskosten.“

Darüber hinaus können wir den digitalen Zwilling des Bauwerks für eine detailliertere und bedarfsgerechte Vorplanung im FM nutzen: Wie viele Reinigungskräfte werden benötigt? Welche Bereiche sind höher frequentiert und müssen daher öfters gereinigt oder gewartet werden? Welche Auslastung muss die Betriebskantine stemmen?“ so Wiegand.

Die BIM-Methode benötigt, verglichen mit den Standard-Abläufen, mehr Aufwand zum Beginn eines Projektes, reduziert allerdings die Bauzeit und bietet viele Chancen im Hinblick auf Kosteneinsparungen, Termintreue und hochwertiger Bau-Qualität.

Und nicht zuletzt wird bereits in der Planung das Facility Management der SHF mit all seinen Belangen berücksichtigt und so die Betriebskosten verringert.

21.03.2022 (JR)

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